Kassenbuch in Excel: kostenlose Vorlage mit Kassensturz
Jede Bareinnahme und Barausgabe in einer Zeile, der Kassenbestand rechnet mit, und am Monatsende vergleichst du ihn mit dem gezählten Bargeld. Die Vorlage ist sofort einsatzbereit, und unten steht, worauf es beim Kassenbuch ankommt.
Kostenlos: Kassenbuch mit Kassensturz
Eine Excel-Datei, fertig eingerichtet. Du trägst deine Bareinnahmen und Barausgaben ein, sie rechnet den Kassenbestand und meldet, was nicht stimmt.
Vorlage herunterladenWas drin ist:
- Kassenbuch mit laufender Nummer, Datum, Beleg-Nr., Text, Kategorie, Einnahme, Ausgabe und dem laufenden Kassenbestand nach jeder Zeile.
- Umsatzsteuer: die enthaltene Steuer bei 19 % und 7 %, auf den Cent gerundet.
- Prüfhinweise bei negativem Kassenbestand, Datum außer der Reihe, fehlendem Beleg und Einnahme und Ausgabe in einer Zeile.
- Kassensturz: gezähltes Bargeld gegen den Bestand laut Kassenbuch, mit Differenz.
- Auswertung je Monat (Einnahmen, Ausgaben, Bestand am Monatsende, Umsatzsteuer) und je Kategorie.
Ein Kassenbuch muss jederzeit zum Bargeld in der Kasse passen. Deshalb gilt: jeden Tag eintragen, in zeitlicher Reihenfolge, zu jeder Zeile ein Beleg, und Fehler mit einer neuen Zeile korrigieren statt alte zu überschreiben.
Was in ein Kassenbuch gehört
| Spalte | Wofür |
|---|---|
| Laufende Nummer | zeigt, dass keine Zeile fehlt |
| Datum | Tag der Einnahme oder Ausgabe |
| Beleg-Nr. | führt von der Zeile zum Beleg und zurück |
| Text, Kategorie | wofür das Geld war |
| Einnahme, Ausgabe | der Betrag brutto, je Zeile nur eins von beiden |
| USt-Satz, enthaltene USt | für Voranmeldung und Vorsteuer |
| Kassenbestand | was nach dieser Zeile in der Kasse liegen muss |
So führst du das Kassenbuch
- Anfangsbestand zählen und mit Datum eintragen. Von diesem Betrag aus rechnet der Kassenbestand.
- Jeden Tag mit Bargeld eintragen, in der Reihenfolge, in der es passiert ist. Kasseneinnahmen und Kassenausgaben sind täglich festzuhalten (§ 146 Abs. 1 AO).
- Zu jeder Zeile ein Beleg. Gibt es keinen, etwa beim Trinkgeld, schreibst du einen Eigenbeleg: Datum, Betrag, wofür, warum es keinen Beleg gibt, Unterschrift.
- Bargeld zur Bank gebracht oder abgehoben? Das ist eine Ausgabe oder Einnahme der Kasse ohne Umsatzsteuer, in der Vorlage mit der Kategorie Geldtransit Bank.
- Privat entnommen oder eingelegt? Ebenfalls eine eigene Zeile, ohne Umsatzsteuer.
In der Vorlage ist das alles schon eingerichtet. Du überschreibst nur die Beispielzeilen.
Kassensturz: stimmt die Kasse?
Beim Kassensturz zählst du das Bargeld und vergleichst es mit dem Bestand laut Kassenbuch. Am besten zu jedem Monatsende, bei viel Bargeld auch öfter.
| Ergebnis | Was es meist bedeutet |
|---|---|
| Differenz 0,00 € | alles eingetragen |
| weniger Geld als gebucht | eine Ausgabe fehlt im Kassenbuch |
| mehr Geld als gebucht | eine Einnahme fehlt im Kassenbuch |
Findest du die Ursache nicht, trägst du die Differenz als eigene Buchung ein. Die Vorlage rechnet den Soll-Bestand zu jedem Zähltag selbst aus.
Ist ein Kassenbuch in Excel erlaubt?
Das Gesetz schreibt kein bestimmtes Programm vor. Es verlangt aber, dass eine Aufzeichnung nicht so verändert wird, dass ihr ursprünglicher Inhalt nicht mehr feststellbar ist (§ 146 Abs. 4 AO). Ändern ist dabei nicht verboten, die Änderung muss erkennbar bleiben.
Genau das leistet eine gewöhnliche Excel-Datei nicht: Jede Zeile lässt sich nachträglich ändern, ohne dass es eine Spur hinterlässt. Ob dein Kassenbuch trotzdem genügt, hängt am Verfahren deines Betriebs, nicht am Werkzeug allein. Kläre das mit deinem Steuerberater. Gewöhn dir in jedem Fall an, Fehler mit einer neuen Zeile zu korrigieren.
Wer seine Bareinnahmen mit einer elektronischen Registrierkasse erfasst, zeichnet sie dort auf. Diese Kasse muss durch eine technische Sicherheitseinrichtung geschützt sein (§ 146a AO). Die Vorlage ist für alle, die ihr Bargeld von Hand aufzeichnen.
Kassenbuch oder Buchhaltungsprogramm?
Die Vorlage reicht, wenn du nur deine Kasse führen willst. Für die ganze Buchhaltung gehört die Kasse neben die Bankkonten, und die Monate sollten sich festschreiben lassen:
| Vorlage | BuchhaltungsZentrale | |
|---|---|---|
| Kasse mit Bestand | ja | ja |
| Kontoauszüge einlesen | nein | ja |
| Belege ablegen | nein | ja |
| Festschreiben, Protokoll | nein | ja |
| UStVA, Anlage EÜR | nein | ja |
| Preis | kostenlos | 120 € |
Die BuchhaltungsZentrale ist selbst eine Excel-Datei auf deinem Rechner. Die Barkasse steht dort neben deinen Bankkonten, die Kontoauszüge liest sie ein und ordnet sie zu. Nach dem Festschreiben eines Monats werden Änderungen an seinen Buchungen zurückgewiesen, und jede spätere Abweichung vom festgeschriebenen Stand wird erkannt und gemeldet. Korrekturen laufen als Korrekturbuchung mit Bezug, jede Aktion steht mit Zeitpunkt und Benutzer im Änderungsprotokoll. Ganz schützt kein Programm auf dem eigenen Rechner gegen seinen Besitzer: Wer das Passwort hat, kann den Schutz aufheben, das gilt für jede Excel-Lösung. Umsatzsteuer-Voranmeldung und Anlage EÜR entstehen dabei ohne Zusatzarbeit. Die kostenlose Testversion nimmt 30 eigene Einträge je Bereich auf.
Häufige Fragen
Brauche ich ein Kassenbuch?
Erfüllt ein Kassenbuch in Excel die GoBD?
Darf der Kassenbestand negativ werden?
Was mache ich bei einer Kassendifferenz?
Ich habe eine elektronische Registrierkasse. Brauche ich die Vorlage?
Trage ich brutto oder netto ein?
Läuft die Vorlage auch auf dem Mac?
Dieser Text erklärt die Rechtslage in eigenen Worten und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Für deinen Einzelfall ist dein Steuerberater zuständig.
Stand: November 2026.